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Sylt im Sommer.

SYLT: Ach, Sylt. Du warst wieder so gut zu uns. Hast trotzdem wieder Dein Ding gemacht aber uns irgendwie nicht im Stich gelassen. Was auch daran liegen könnte, dass es auf Sylt eben kein schlechtes Wetter gibt. Man auf alles gefasst sein sollte. Nein, muss. Morgens Regen, nachmittags Sommersonne und Weinschorle auf dem Kinderspielplatz. Ups.
Der beste Kinderspielplatz ist für mich übrigens beim Samoa Seepferdchen in Rantum. Einen schöneren Strandabschnitt gibt es für uns außerdem irgendwie nicht. Vielleicht weil nicht so überfüllt und man manchmal auch im Sommer tatsächlich ganz alleine am Strand ist? Dazu mit einer der schönsten Strandbuden der Insel und dem entspanntesten Spielplatz (für kleine Kinder) überhaupt.

Wem das zu windig ist oder keinen Platz mehr findet, der fährt ein paart Meter nördlich in’s Coast. Neu eröffnet im Mai strahlt das Coast im neuen Look mit Fischtapete da, wo früher der Dorfkrug Rantum war. Die Karte ist gewohnt eine Mischung aus Wasser und Land und liebevoll zusammengestellt. Ob kleiner oder großer Hunger – eine gute Auswahl bei der Kinderkarte gibt es ebenfalls. Und bei den Fischstäbchen hoffe ich immer, dass meine Mädels mir was übrig lassen… Für die Kinder kommt das Essen superschnell und ohne das man etwas sagen muss kommt die Malkarte, das Malbesteck und Brot zum Knabbern.
Ihr wisst nicht wohin zum Frühstück? Hier seid ihr richtig, aber bitte vorher reservieren! Ach so, und wohnen könnt ihr da auch, also im Hotel Duene gegenüber. Oder euch ein Appartement nehmen. Große Coast-Liebe, immer wieder und seit 8 Jahren.

Für uns eine absolute Frühstücks-Neu-Entdeckung, die wir aber immer wieder besuchen werden, nicht nur zum Frühstück: Das Lund in Hörnum. Großartig, großartig, großartig! Was gibt es schöneres als im windgeschützten Garten zu sitzen und ein tolles, leckeres Frühstück zu geniessen? Mit frisch gebackenen Brötchen. Und Krabben-Rührei. Wir haben mit der Sonne um die Wette gestrahlt vor lauter Glück. Und sind am selben Tag nochmal hin zum Eis essen. Auch das macht der Chef selbst und denkt sich jede Woche neue tolle Sorten aus. Die neue Wochenkarte gibt es übrigens immer montags auf der Lund-Facebookseite.

Ihr seid gerade oben auf der Insel und habt trotzdem Lust auf Eis? Dann besucht doch die Sylter Eismanufaktur. Auch lecker, auch tolle Sorten wie das Sylter Milcheis. Das gibt es auch mit Kürbiskernöl im Becher. Mit Kürbiskernöl??? Ja, Knaller!

Ihr seid weder oben noch unten? Dann vielleicht in der Mitte? Bei Wenningstedt? Dann ab in’s neue Iismeer, direkt am der neuen Promenade. Neben einem Restaurant (muss ich beim nächsten Besuch unbedingt testen: Knüppelknifte!) gibt es auch eine Eisstation. Sorten: Matcha-Hanf, Ziege-Walnuß, Dattel-Minz…

Zurück zur Hauptspeise: Austernmeyer in List ist ja nun nicht mehr wirklich ein Geheimtipp, aber bisher sind wir immer gekonnt daran vorbei gefahren. Was bestimmt auch daran liegt, dass man immer gewohnte Ziele besucht. Aber diesmal sind wir stehen geblieben und hätten am liebsten a) ein Stammtisch-Schild aufgestellt und b) den Koch gezwungen uns das Rezept für den sensationellen Pfannkuchen rauszurücken. Hat er natürlich nicht gemacht. Dann müssen wir eben wiederkommen und durch die Austern- und Meeresfrüchtekarte zu probieren. Aber nicht zuviel, der Pfannkuchen muss ja auch noch passen…

Wo wir doch grade in List und bei Altbekanntem sind… zu schön ist es auch bei Frau Voigt in der alten Backstube. Das Salatdressing hat es inzwischen bis zu Meyer’s Feinkost nach Wenningstedt geschafft, zählt ausserdem zu den Perlen Sylts. Wer das Dressing noch nicht kennt, sollte das dringend ordern. Gibt es hier im Onlineshop. Und auch der Kuchen ist der Wahnsinn. Und hatte ich schon von dem Windbeutel, äh, Sturmsack gesprochen? Der kommt mit Extra-Lätzchen. Oder von dem Pfannkuchen in 100 Varianten? Süß, herzhaft, Veggie… und die Waffeln? Mein Tipp, Sommer hin oder her: Pfannkuchen mit Ente und Rotkohl geht auch zu Mittsommer.

Apropos Mittsommer: Ich liebe die Zeit um Mittsommer auf Sylt. Besonders liebe ich es dann bei Wonnemeyer zu sitzen und der Sonne beim Untergehen zuzuschauen. Was zum Glück Ende Juni seeeeehr lange dauert. Das macht aber nichts, denn umso länger hat man Zeit die vielen leckeren Tapas zu probieren. Und Muscheln zu essen. Und den Sommer zu feiern. Das Leben sowieso. Für alle, die noch nie bei Wonnemeyer waren: geparkt wird auf dem (inzwischen kostenpflichtigen) Parkplatz am Campingplatz. Dann den Schildern zu den Dünen folgen, zwischen den Dünen entlang gehen bis ihr den das Meer seht. Und von da aus nur noch die Treppen runter.


Und zum Schluss noch schnell ein Tip für und mit Kindern: Wer lieb und artig seinen Kuchen im Kuhstall in Tinnum aufgegessen hat (fällt nicht schwer, versprochen), der darf hinterher noch in den Tierpark Tinnum in der Nähe. Wahnsinn, wie viele Tiere aus der ganzen Welt hier leben. Die 14 Euro Eintritt (kleine Kinder sind frei) sind gut investiert, denn neben unwahrscheinlich vielen Tieren sehen, kann man hier einen ganzen Tag verbringen und Tretboot fahren auf dem kleinen See, picknicken an den vielen Stationen, auf einen Trecker klettern, Berge besteigen, und ganz viel Spaß haben.

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