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Besuch von der Platten Anna, die mit ihren hübschen Illustration den Norden noch hübscher macht. Hübsch!

Weiter geht es mit den Hamburger Perlen. Heute erzählt Anna von „Platte Anna“ ein bisschen was über ihre hübschen Illustrationen, Designmessen und versteckte Schönheiten fernab von Szene-Stadtteilen. Kommt doch mal mit nach Borgfelde und entdeckt ein paar neue Ecken.

Anna hat übrigens einen Online Shop bei Dawanda. Das Tolle: Bis zum 30.11.2015 bekommt ihr mit dem Stichwort HamburgerDeern 10% auf alle Bestellungen ab 15 Euro! Wenn das man kein Grund ist sich mit Weihnachts-Grußkarten einzudecken. Ich werde mir in jedem Fall welche sichern bevor die alle weg sind!

Wie schön, dass Du heute hier bei mir zu Gast bist. Erzähl doch mal, bist Du ’ne waschechte Hamburger Deern?
Naja, eine waschechte Hamburgerin bin ich ja nicht. Ich bin eher eine Art „Quiddje“. Das ist die Hamburger Bezeichnung für zugezogene Leutchen, die nur Hochdeutsch sprechen. Aber da ich platt schnacken kann, stimmt wohl auch das nicht so ganz. Ich bin einfach ein Nordlicht, welches sich besonders an Orten wohlfühlt, an denen man sich mit „Moin“ begrüßt.

Wo bist Du denn aufgewachsen und wo wohnst Du heute – und warum?
Ich bin auf dem platten Land in der Nähe der Nordsee bei Oldenburg aufgewachsen. Dort habe ich bis zu meinem 18. Lebensjahr an meinen plattdeutschen Fähigkeiten gefeilt.
Hier in Hamburg lebe ich seit 6 Jahren in Borgfelde, aber ziehe ziemlich bald nach Eimsbüttel. Damals bin ich schlicht aus dem Grund in diesen Stadtteil gezogen, weil ich dort eine Wohnung bekommen habe. Und obwohl sich hier keine Altbauten aneinanderreihen und sich keine tollen Läden mit Cafés abwechseln, habe ich mich direkt wohlgefühlt. Es ist einfach sehr schön normal hier und man braucht sich keine Gedanken darüber machen, ob die Jogginghose passend zum Supermarkt gewählt ist.

Tihi, das hast Du schön gesagt. Was ist Hamburg außerdem für Dich?
Hamburg bedeutet für mich zum Beispiel das Glück zu haben, zweimal am Tag mit dem Rad an der Alster entlang zu düsen, die sich jeden Tag in ein anderes tolles Gesicht zeigt. Und dass es eine Elbe gibt, an der man so schön Kurzurlaub für ein paar Stunden machen und sich mit den großen Pötten in die Ferne träumen kann.
In Hamburg ist es einfach seine Zeit von vorne bis hinten mit soviel tollen Dingen verbringen, dass man sich manchmal kaum entscheiden kann. Das fängt schon bei der großen Kunsthalle an und geht über kleine Ausstellungen meiner Illustratoren-Kollegen bis hin zu den zahlreichen Designmärkten, die jetzt im Winter wieder stattfinden.

...womit wir beim Thema wären. Du selbst machst wunderschöne Illustrationen, die sich mit Hamburg beschäftigen. Mein Highlight sind ja die Geburtskarten, die ich auch selbst schon verschickt habe. Hast Du auch ein Lieblingsprodukt? Und womit hast Du angefangen? Dein Online Shop bei Dawanda ist ja recht umfangreich…
Ein Lieblingsprodukt gibt es so direkt nicht. Aber ich freue mich jedes Mal sehr, wenn ich einen neuen Artikel illustriere/nähe/drucke, ihn auf meiner facebook-Seite vorstelle oder ihn in meinen Dawanda-Shop stelle und ich die süßeste Rückmeldungen der Welt bekomme. Das macht glücklich!
Die PLATTE ANNA entwickelte sich übrigens aus meiner Bachelor-Arbeit. Damals habe ich Illustrationen zu plattdeutschen Reimen gemacht und sie in einem Kalender zusammengefasst. Für eine Ausstellung habe ich zusätzlich ein paar kleine Buttons gefertigt, um sie dort zu verschenken. Aus ein paar Buttons wurden dann ein paar mehr, aus dem Kalender ein paar Grußkarten und nach und nach wanderten Kissenhüllen, Stofftaschen und Notizblöckchen in meinen Shop.

Wow – ich bin ganz gespannt das ganze Angebot mal live zu sehen. Ich glaube ich werde mir in diesem Jahr ein paar Deiner Weihnachtskarten zulegen und die an meine Hamburger Exil-Freunde schicken. Besuchen kann man Dich ja am 21. und 22. November auf dem elbrausch Designmarkt in der Holstenglacis 6 sowie am 28. und 29. November beim Holy Shit Shopping in den Messehallen, Halle B1’ – ich freu’ mich drauf!
Aber noch ganz schnell zum Schluss: Hast Du Tips für Deinem Stadtteil?
…von hier aus viel Grün in Reichweite ist. Man kann zur Alster gehen, vom Berliner Tor zum Hammer Park joggen oder den Eilbekkanal bzw. die Wandse entlang spazieren. Da Borgfelde an sich ja ziemlich klein ist, muss man sich auch gastronomisch etwas an den angrenzenden Stadtteilen bedienen. Hier ist gerade in den letzten Jahren eine kleine Auswahl an hübschen Cafés und Restaurants herangewachsen. Hier ist ganz zuerst das Café Brooks in der Hasselbrookstraße zu erwähnen, welches ein Goldstück für alle Frühstücksfreunde ist. Dort gibt es sonntags ein doll ausschweifendes Frühstücksbuffet an dem einfach ALLES lecker ist.
Für den Abend habe ich gemeinsam mit einer Freundin das Café Rossio in der Wandsbeker Chaussee 117 zu unserem Stamm-Portugiesen auserkoren. Hier sind nicht nur der Mann und die Frau des Hauses sehr liebenswürdig, sondern auch die Tapas.

Boah – der Pulpo-Salat ist der Knaller, oder? Danke für die Erinnerung, da muss ich auch mal wieder hin!

Ach, und erst kürzlich habe ich die Gute Stube, welche sich auch an der Wandsbeker Chaussee befindet, entdeckt. Hier bekommt man in einem muckeligen Wohnzimmer das komplette Paket an Frühstück, Kuchen und Abendessen.

Danke, Anna für den Einblick in die Platte Anna und für die tollen Tips!

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