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Grüezi Hamburg! – ein Bericht von meiner Lieblings-Schweizerin Michèle über kulinarische Glückserfahrungen in Hamburg.

EIMSBÜTTEL: Darf ich euch kurz vorstellen? Michèle – reiselustige Schweizerin und Schleckermaul. Eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen ist es, sich 3 Monate irgendwo aufzuhalten wie zum Beispiel in New York, Straßburg oder jetzt in Hamburg. Und weil sie sich vorgenommen hat so viele Cafés und Restaurants wie möglich ihres Hamburgs-Aufenthaltes abzuklappern, wird sie ab sofort hier ihre Highlights präsentieren. Wie toll ist das denn?!? Ich bin ganz verliebt – und ihr bestimmt auch gleich!

Ich liebe Dich, Schweiz.

Und zu lieben, da bietest du mir so vieles dazu: Deine schützenden Berge mit ihren eindrücklichen Panoramen, deine bezaubernden kleinen Städte, deine grünen Landschaften, die sich zwischen Stadt und Dorf bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad überqueren lassen, diese für dich typische Kleinheit und dein Charme. Und bevor ich mich jetzt noch ganz in einer malerischen Idylle verliere, besinne ich mich auf deine kulinarischen Schätze: Das frisch quellende Appenzeller Quöllfrisch-Bier, dein rezenter Gruyère-Käse der glücklichen Alpkühe, dein süßer Tessiner Traubenwein und – nicht wegzudenken – deine weltberühmte zarte Lindt-Schokolade. Ach ja, wie du mich glücklich machst! Und dennoch, liebe Schweiz, ich muss dir etwas beichten: du bist nicht die Einzige in meinem Leben… nicht mehr.

Hamburg, du prächtige Metropole, du hast mich verzaubert! Und mir vor allem eine kulinarische Genusswelt eröffnet, wie ich sie bisher noch nicht erleben durfte. Und was ich an dir besonders schätze, du gönnst mir den Genuss, ohne mein Portemonnaie auf lange Dauer zu sehr zu strapazieren – Zürich lässt grüßen.

Einzigartige kleine Bistros und Cafés, gemütliche Restaurants und glänzende Eiskantinen: Alle versprühen sie diese nördliche Nonchalance, eine selbstverständliche Gemütlichkeit, die den Bewohnern dieser Stadt so eigen ist wie das Astra um 11 Uhr morgens…

Sie alle setzen auf regionale und lokale Produkte, Qualität vor Quantität. Und deshalb tausche ich ohne Zweifel das zurückhaltende Grüezi gegen ein herzhaftes Moin und tauche ein in die nordische Gastfreundschaft. Einige meiner Erlebnisse möchte ich an dieser Stelle gerne mit euch Liebhabern von Hamburger Deerns Blog teilen. Meine ganz persönlichen Perlen Hamburgs sollen in dieser kleinen Gastkolumne vorgestellt und hochgelobt werden.

Na dann, auf geht’s! Und Achtung, ich lege mit ganz schön starker Kost los…

STARK: VEGAN!

Mal vorweg: Ich bin eine Freundin von vegetarischem und veganem Essen. Zwar esse ich nicht ausschließlich vegetarisch, geschweige denn vegan, doch die Küche schmeckt und das hat sich einmal mehr im Kaffee Stark in St. Pauli bestätigt.

Durch Zufall stoße ich im Online-Rating-Zirkus auf das Kaffee Stark (Wohlwillstr. 18). Es heißt: Hier fühlen sich auch Männer wohl, für mich das ausschlaggebende Kriterium, weshalb ich mit meinem Freund, der mich aus Zürich besuchen kommt, zum Brunch hingehe. Er mag nämlich nicht so gern „Schischi“ (Schweizerisch für Dekokitsch) wie man ihn oft in süßen kleinen Cafés findet, die ich ab und an gerne mit meinen Mädels aufsuche.

Der Blick auf die Speisekarte macht Laune. Erst zögere ich noch, soll es das Käsefrühstück oder doch lieber die vegane Frühstücksplatte sein? Auf das Drängen des unglücklich knurrenden Magens meines Freundes entscheide ich mich kurzerhand für die vegane Frühstücksplatte – und es sollte sich lohnen!

Geballte Vitamine aus Obst, gesunde Nussfette auf großzügigem Salatbett, eine herrliche Auswahl an Pasten, von Currycrème bis zur Erdnusspaste… Begleitet von vorzüglichem Roggenvollkornbrot, einem warmen Kernbrötchen und reichlich Baguette dazu: Ich schwebe im veganen Himmel. Die frische Maracuja-Schorle und der Kaffee, der dem Namen des charmanten Kaffee Stark alle Ehre macht, runden das kulinarische Geschmackserlebnis perfekt ab.

Starke Performance, Kaffee Stark!

P.S. Etwas muss ich euch ja doch noch beichten: Ich habe eine vegane Sünde begangen. Ein kleines Schälchen Frischkäse als Supplementaire konnte ich mir einfach nicht verkneifen… Ich weiß. Aber als Schweizerin wird mir der Verzicht auf Käse wohl immer ein Ding der Unmöglichkeit bleiben.

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