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Ein leichter Frühlings-Lunch: Suppe von geröstetem Spargel mit herzhafter Morchel-Quiche. Garniert mit frischer Papeterie.

Kaum ist er da, der Frühling, kommt die Lust auf junges, knackiges Grünzeug. In der Light-Version, bitteschön. Immerhin steht die Bikinisaison vor der Tür. Für alle Schwangeren da draußen: Herzlichen Glückwunsch, alles richtig gemacht. Ihr dürft von diesem herrlich leichten Frühlings-Lunch gleich zweimal zuschlagen. Is‘ ja nix mit Bikinifigur dieses Jahr.
Gefunden habe ich diese Rezepte (mal wieder) in der Sweet Paul. Beide Gerichte eignen sich hervorragend für das erste Picknick im Stadtpark, bei Planten un‘ Blomen oder im Römischen Garten. Apropos: War da schon mal jemand von euch? Ich war bisher noch nicht da, wollte aber unbedingt mal hin. Ist für diesen Sommer ganz fest vorgenommen – auch wenn ich auf die typisch römische Verpflegung mit Wein verzichten muss. Aber auch das ist ein Teil meiner To do Liste: leckere, alkoholfreie Getränke kreieren und entdecken mit denen ich gut durch den Sommer komme. Dazu in den nächsten Wochen mehr.

Zurück zur To do Liste: Die häuft sich in den letzten Tagen zusehends. Es gibt – neben meinen Zwillingen, die im August kommen – so viele Projekte, die angegangen werden wollen und die fertig zum Abmarsch in den Startlöchern stehen. Nur anfangen müsste ich mal… Erster Schritt: To do Liste schreiben, einen klaren Kopf bekommen und sortieren. Dabei ganz wichtig: Prioritäten setzen! Komischerweise kann ich das aber nur mit einem Stift in der Hand und einem Blatt Papier vor der Nase. Ich bin keine von denen, die alles immer digital machen. Auch wenn ich ein großer Fan von Handy-Kalendern (gerne auch Kalender-Synchronisation mit dem Rechner) bin, verwirrt mich das irgendwie und ich besitze nach wie vor einen Timer in dem ich alle meine Termin hineinkritzeln kann. Und eine To do Liste auf der ich durchstreichen kann und meine Erfolge sehen kann. Kennt ihr das Gefühl vom Durchstreichen? Wie befreiend ist das denn, bitte?!
Schade nur, dass ich damit immer die hübschen Planer versaue, die ich mir am Ende eines jeden Jahres anschaffe… aber da müssen wir durch, der Timer, die To do Liste, die schönen Bücher und ich. Immerhin macht es viel mehr Spaß in ein hübsches Buch oder auf eine hübsche To do Liste zu schreiben als sich irgendein Blatt Papier zu nehmen, oder?

Ich habe mich im letzten Jahr in den Weekly Desk Planner von Hay verliebt – der musste mit. In die engere Wahl kam auch die wunderschöne To do Liste von Melanie Petersen. Mein absoluter Notizbuch-Liebling ist ein schlichtes Ringbuch von Bookmarc by Marc Jacobs, gekauft in New York City. Das hat so wunderhübsch dickes Papier, da kann man auch mit dem dicksten Kugelschreiber reinschreiben und auf der nächsten Seite siehste: nix. Mir graut schon vor dem Moment an dem alle Seiten vollgeschrieben sind. Auf der anderen Seite: Wenn das kein Grund ist wieder nach NYC zu düsen, denn leider verschickt Bookmarc nicht nach Europa.
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Also – raus mit den vielen Ideen aus dem Kopf und ab damit auf hübsches Papier! Schwirren euch auch gerade so viele Dinge im Kopf herum?

Und hier noch die Rezepte für die Suppe vom geröstetem Spargel und den leckeren Morchel Muffins:

Für die Suppe:
2 Bund grüner Spargel
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
je 1 TL frischer Rosmarin und Thymian
1 Stange Lauch
2 EL Butter
1l Gemüsebrühe
120g Sahne
40g geriebenen Gruyère
60ml trockener Weißwein
Schnittlauch, Zitronensaft, einen Hauch Muskatnuss

Den Ofen auf 190 Grad vorheizen. Spargel waschen, putzen, auf einem Backblech verteilen und die Gewürze und Kräuter darauf verteilen, ca. 45 Minuten rösten. Den Lauch putzen und in feine Ringe schneiden. Butter in einem Topf erhitzen, Lauch darin bei mittlerer Hitze anschwitzen bis er goldbraun ist.
Die Gemüsebrühe in einem separaten Topf erhitzen. Sobald der Spargel fertig gegart ist, diesen aus dem Ofen nehmen und in kleine Stücke schneiden. Jetzt den Spargel und den Lauch zur Gemüsebrühe geben und schön durchpürieren. Sahne, Wein und 2/3 vom Gruyère dazugeben und bei Rühren den Käse schmelzen lassen. Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Zitronensaft abschmecken, mit Schnittlauch und restlichen Gruyère anrichten.

Für die Morchel Muffins:
4 Eier
120g Ricotta
60g Sahne
Olivenöl
2 Schalotten, geschält und in feinen Streifen geschnitten
150g Babyspinat
60g Parmesan, gerieben
1/2 TL Thymian
Salz, Pfeffer
Blätterteig (wenn TK, dann bitte aufgetaut)

Wer schon einmal mit frischen Morcheln gearbeitet hat, der weiß, das die extrem sandig sein können. Für alle Nicht-Erfahrenen: ordentlich putzen, am besten in Wasser einlegen, damit der ganze Sand rausgeht. Hat bei uns nicht gut geklappt, beim nächsten Mal nehme ich getrocknete Morcheln.
1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Morcheln und die Schalotten zugeben und goldbraun anschwitzen. Die Hitze reduzieren und 1 TL Öl zugeben. Spinat waschen, ebenfalls zugeben und rühren bis der Spinat zusammengefallen ist. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
Die Eier in einer Schüssel verquirlen.
Den Ricotta mit Parmesan, Sahne, Thymian, Salz und Pfeffer verrühren. Dann das Gemüse dazugeben.
Normalerweise sagt das Rezept, dass man eine Muffinform verwenden soll (das würde aber bedeuten, dass man den Blätterteig ausrollen und Kreise ausstechen muss, usw….). Aber dafür bin ich zu faul und nehme statt dessen lieber eine kleine Springform. (Für Picknicks oder Partys empfehle ich aber wirklich die Mühe des Kreis-Ausstechens.) Also dann jetzt die Springform einfetten und den Blätterteig hinein formen, darauf achten, dass die Ränder schön hochgezogen sind. Jetzt die Gemüse-Käse-Mischung in die Form geben und ca. 20-30 Minuten backen (Die Muffinvariante braucht nur 10-15 Minuten). Die Quiche ist fertig wenn die Füllung gestockt und der Teig goldbraun ist.

Tadaaaa! Fertig ist der Frühlings Lunch!

*Moltied*

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